Portrait Georg Pardeller
Georg Pardeller - SVP Südtiroler Volkspartei
Gerog Pardeller
„Gerechtigkeit ist nie geschenkt,
sondern immer erkämpft“

BILDUNG: Der Mensch ist mündig, wenn ihm die Möglichkeit geboten wird, sich chancengleich aus- und weiterzubilden. Nur eine Gesellschaft, die das ermöglicht, ist auch eine gerechte und fortschrittliche Gesellschaft.

Lebenslanges Lernen

Wir leben in einer Gesellschaft, die es oft schrecklich eilig hat. Alles rennt und hastet, strebt und läuft den eigenen Vorstellungen nach. Sie lässt sich wohl von Michael Gorbatschows berühmten Spruch leiten:  Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Diese Weisheit hat es schon in sich. Wer hinten nachkommt, droht auf der Strecke zu bleiben. Dem Langsamen ist das Leben nicht günstig gesinnt, nicht das Leben, wie wir es gewohnt sind. Denken wir nur an das ständige Bestreben, mit der Zeit zu gehen, wie es im menschlichen Lernprozess heute an der Tagesordnung ist.

Lebenslang lernen, sonst bleibst du zurück.  Weiterbilden, dazu lernen, sich mehr Wissen und mehr Praxis aneignen, sonst wird es kritisch. Es ist in der Tat so, dass der Mensch, der nicht lernt, von der Gesellschaft als weniger tüchtig, weniger brauchbar und weniger leistungsfähig angesehen und dann oft fallen gelassen wird.

Denn unsere Gesellschaft befindet sich im ständigen Wandel. Sie fordert dem Einzelnen immer Neues ab. Das ist ein Merkmal der dynamischen Gesellschaft. Ihr gegenüber steht die statische Gesellschaft, wo alles beim Alten bleibt, wo der Mensch rastet und rostet.

Lebenslanges Lernen ist zu einer Überlebensfrage geworden. Wer sich nicht bemüht, kann seinen Arbeitsplatz verlieren oder schon gar keinen mehr finden. Heute ist der lebenslange Arbeitsplatz im selben Beruf  oder gar im selben Betrieb seltener geworden. Berufswechsel wird häufiger. Das bedeutet Umlernen, Neues erobern, beweglich im Denken und Handeln sein.

Begüterte Klassen tun sich hier leichter als Menschen, die vom Kampf um das tägliche Brot vollständig beansprucht werden. Und doch. Gerade die Arbeiterschaft muss das lebenslange Lernen zur Praxis machen. Denn Lernen bedeutet auch, sich verbessern, beruflich und gesellschaftlich. Lernen bedeutet, Werte besser zu erkennen und diese für sich einzusetzen.

Für die Arbeiterschaft bedeutet lebenslanges Lernen eine wirtschaftliche Notwendigkeit, eine Sicherung des Arbeitsplatzes, aber auch gesellschaftlichen Aufschwung, Ausbrechen aus der Isolation, in die der nicht Lernende abgedrängt wird. Lernen sind wir unserem Leben schuldig. Ich setze in meiner Politik immer darauf, die Qualität des arbeitenden Menschen durch ständiges Lernen zu verbessern.

Laut nachgedacht

Für eine lineare Entwicklung der Gesellschaft, vor allem der jungen Familie, ist der stabile Arbeitsplatz der ausschlaggebende Faktor.

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