Einstimmiger Antrag Pardellers im Landtag: Gezielte Information - weniger Glorifizierung
Fast sechs Millionen Euro gibt das Land jährlich für Information und Marketing aus. Das ist nach Auffassung des SVP-Landtagsabgeordneten Georg Pardeller entschieden zu viel, auch weil ein erheblicher Anteil dieser Mittel für Broschüren und andere „papierene" Werbung ausgegeben wird, die kaum gelesen wird und vielfach im Müllcontainer endet, keineswegs zum Vorteil der Umwelt.
In einer Zeit, wo Sparen unumgänglich ist, müssten auch in solchen Bereichen Sparmaßnahmen gesetzt werden, verlangte Pardeller in einem Beschlussantrag, der heute (Donnerstag) vom Landtag mit Stimmeneinhelligkeit genehmigt wurde.
Pardeller hat darauf hingewiesen, dass mit Hilfe der modernen elektronischen Medien die Information und Werbung viel kostengünstiger und unmittelbarer betrieben werden kann. Über Internet, in Pressekonferenzen und ähnlichen Veranstaltungen könne die Politik ihre Arbeit bedeutend kostengünstiger an den Mann bringen als mit Hochglanzbroschüren.
Er bemerkte auch, dass sich vor allem Mitglieder der Exekutive mit Werbung in den Medien glorifizieren lassen. Die Werbung müsse gleichmäßig verteilt werden und in erster Linie der Information der Allgemeinheit dienen. Jede Verschwendung sei fehl am Platz. Die negativen Auswirkungen der Überhäufung der Leute mit Broschüren und anderen Mitteln zeigten sich im Müll.
Im Beschlussantrag fordert Pardeller, dass jährlich eine genaue Aufstellung aller Maßnehmen für Information, Werbung und Marketing vorgelegt und die Empfänger der diesbezüglichen Landesmittel genannt werden, um eine gerechte und möglichst breit gestreute Information zu gewährleisten.
„Das Land muss sparen; die Mittel, die in diesem Bereich eingespart werden, fließen in den Haushalt zurück und können für andere Zwecke neu eingesetzt werden. Auch darüber soll der Landtag jährlich unterrichtet werden", erklärt der Abgeordnete.
Zu diesem Antrag Pardellers, der seit längerem zur Behandlung anstand, äußerten sich alle Parteien positiv. Er wurde einstimmig angenommen.

