Portrait Georg Pardeller
Georg Pardeller - SVP Südtiroler Volkspartei
Gerog Pardeller
„Gerechtigkeit ist nie geschenkt,
sondern immer erkämpft“

SOLIDARITÄT: Eine Gesellschaft ist solidarisch, wenn ihre Mitglieder einander helfen, indem sie gemeinsam an den Säulen der eigenen Existenz arbeiten und auch Andere akzeptieren.

Menschen mit Migrationshintergrund

Ein Problem, das unsere Gesellschaft laufend beschäftigt, ist die Einwandererfrage. Sie ist in der Tat eine große Herausforderung für unser gesamtes System, in politischer, wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und konfessioneller Hinsicht. Wir, das heißt in erster Linie unsere Wirtschaft, hat die Einwanderer hergeholt, damit sie Arbeiten verrichten, wofür wir selbst oft nicht mehr zur Verfügung stehen.  Unsere Gesellschaft hat nicht damit gerechnet, wie viele Probleme mit diesen Menschen verbunden sind. Sie fordern unser System heraus.

Die Rechtsparteien im Land, haben die Herausforderung sofort genutzt  und den Hass gegen die Einwanderer geschürt, zum eigenen  wahlpolitischen Vorteil, muss man leider sagen. Die fremdenfeindliche Kampagne hat die politische Landschaft Südtirols wesentlich verändert. Sie hat mehr Intoleranz und Hetze, mehr Menschenverachtung und soziale Blindheit ins Land gebracht.

Die Arbeiterschaft ist von dieser Hetze zum Teil angesteckt worden und hat Teile ihres Solidaritätsdenkens verloren. Das ist bedauerlich, weil die Südtiroler Arbeiterschaft im Grunde immer diejenige war, welche für Mitmenschlichkeit eingetreten ist. Heute scheint sie verunsichert. Es ist halt so leicht,  die Slogans der Fremdenhasser zu übernehmen und nachzubeten. Viel schwerer ist es, das Problem an der Wurzel anzupacken, klare Vorstellungen zu entwickeln und dabei die Grundwerte des menschlichen Zusammenlebens hoch zu halten.

Die Einwanderer haben vor allem sprachliche und religiöse Probleme mit sich gebracht. Da die meisten von ihnen  aus Ländern kommen, in denen es nie eine echte Demokratie gegeben hat, müssen diese in Bezug auf demokratische Toleranz, teilweise noch lernen.

Wer bei uns arbeitet und lebt, muss unsere Gesetze einzuhalten. Wer dazu nicht bereit ist, ist bei uns nicht am richtigen Ort. Die verantwortliche Politik bemüht sich nach Kräften, aber sie stößt bei der Opposition immer wieder auf taube Ohren. Das Problem ist nur zu lösen, wenn alle gemeinsam zu den Lösungen stehen. Sicher nicht zu lösen ist es mit Fremdenfeindlichkeit und nationalistischen Fanatismus.

Laut nachgedacht

Für eine lineare Entwicklung der Gesellschaft, vor allem der jungen Familie, ist der stabile Arbeitsplatz der ausschlaggebende Faktor.

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